Lindau, im Januar 2017

Rundschreiben :

Jahreshauptversammlung
Unsere Jahreshauptversammlung findet am Donnerstag, den 02.03.2017 um 18.00 Uhr im Gutsgasthaus Köberle, Grundstraße 2, 88131 Bodolz statt. Als Referenten Konnten wir unseren Bundesgeschäftsführer Herr Gerald Erdrich, den Präsidenten der LWG Herrn Hermann Kolesch sowie Herrn Mathias Krönert, Leiter des Brennereiwesens an der LWG, gewinnen. Themen: Die aktuelle Situation der Kleinbrenner, Zukunft der Brenner, Bayern Brand Prämierung
Tagesseminare
Wir freuen uns, Ihnen auch dieses Jahr in Zusammenarbeit mit der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau zwei Tagesseminare anbieten zu können. Referent ist Mathias Krönert von der LWG. Nach dem erfolgreichen Frauenbrennkurs letztes Jahr findet am Freitag, den 03.03.2016 von 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr die Fortsetzung statt: ein Frauen-Kreativ-Workshop! Wir maischen äpfel ein, die wir ca. drei Wochen später brennen (Termin dafür folgt), wir entwerfen ein eigenes Etikett und kalkulieren den Flaschenpreis. Beim zweiten Termin wird gebrannt, filtriert, abgefüllt und etikettiert. Der abgefüllte Brand wird auf die Teilnehmerinnen aufgeteilt und darf zuhause verkauft oder getrunken werden?. Für Kaffee und Kuchen ist gesorgt! Kosten: 50,-€ für`s komplette Seminar (beide Termine). Die Teilnehmerzahl ist beschränkt! Am Samstag, den 04.03.2016 geht es für alle Interessierten von 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr ums runtersetzten und filtrieren von Bränden. Außerdem wird eine Brennereireinigung durchgeführt. Kosten: 40,-€ Für Frauen, die beide Seminare besuchen, liegen die Kosten für beide Tage bei 65,-€ Außerdem gibt es dieses Jahr einen Schnittkurs für Hochstämme. Termin: Samstag, den 10.03.2017. Kosten 40,-€ !!Anmeldeschluss 10.01.2017!!
Lehrfahrt ins Zillertal vom 25.03.2017 bis 26.03.2017
Dieses Jahr organisieren wir eine interessante Fahrt ins Zillertal. Das Programm wird wieder eine gute Mischung aus fachlichen und geselligen Programmpunkten für Jung und Alt. Wir werden verschiedene Brennereien und Brauereien besichtigen. Der Reisepreis mit übernachtung und Halbpension beträgt 300.- € pro Person.
Neues Alkoholsteuergesetz ab 2018
Das neue Alkoholsteuergesetz tritt für die Kleinbrenner am 1.1.2018 in Kraft. Es ändert sich einiges an den Vorschriften. Insgesamt soll das Gesetz vereinfacht werden und für die Verwaltung und die Brenner eine einfachere Durchführung erreicht werden. Es soll auch keine nachteiligen änderungen gegenüber dem alten Gesetz geben. Allerdings sind die Durchführungsbestimmungen zu dem Alkoholsteuergesetz noch nicht festgelegt und somit kann zu vielen Details noch nichts Genaues gesagt werden. Es wird nach wie vor das Lohnbrennen und das Vereinfachte Lohnbrennen geben. Der Antrag für das Vereinfachte Lohnbrennen gilt dann für den gesamten Abschnitt und somit für 3 Jahre und man muss diesen Antrag somit nicht jedes Jahr stellen. Weitere Details zu diesen beiden Verfahren sollen noch festgelegt werden. Aufgrund der änderungen des Kontingents vom Zolljahr (1.10. bis 30.09. des Folgejahres) auf das Kalenderjahr müssen Brenner, die im Herbst schon verschiedene Stoffe (z.B.Williams, Maischen in der abklingenden Gärung) brennen möchten bzw. bisher gebrannt haben, aufpassen. Im Rumpfjahr 2017 (Oktober bis Dezember 2017) gibt es 75 Liter Alkohol. Dann gibt es wieder 300 Liter im Kalenderjahr 2018. Diejenigen, die immer früh im Betriebsjahr gebrannt haben, sind hier tatsächlich im Nachteil. Dies kann aber leider nicht geändert werden und ist nur durch Lohnbrennen oder Vereinfachtes Lohnbrennen zu kompensieren. Auch bei der Erhaltung eines Brennrechts und der damit verbundenen Betriebsgröße soll es Vereinfachungen geben. Einem Altersgeldbezieher ist es weiterhin ohne größere Probleme möglich, das Brennrecht weiter zu betreiben und zu behalten. Dies war früher sehr viel schwieriger. Am 1.1.2018 wird das alte Brennrecht automatisch in die Erlaubnis unter Abfindung zu brennen übergeführt. Dabei werden die Brennrechte, die nur 50 Liter hoch sind, automatisch in 300 Liter umgewandelt. Sollte zu diesem Zeitpunkt die Voraussetzung der Betriebsgröße für den Betrieb noch nicht vorhanden sein, hat der Brenner bis zum 31.12.2027 Zeit, diese Betriebsgröße durch Zukauf oder Zupacht von landwirtschaftlichen Flächen zu erreichen. Da es nach dem Ende des Branntweinmonopols keine Ablieferung mehr möglich ist, sollten sich die Brenner mit ihren Aufkäufern in Verbindung setzen. Vorlauf sollte abgetrennt werden und kann auch nicht mehr als Trinkbranntwein verwertet werden. Eine sonstige Verwertung ist schwierig, da in Konkurrenz der Neutralalkohol für ca. 70 Cent je Liter Alkohol zu kaufen ist. Der Nachlauf sollte gesammelt werden und dann noch einmal extra destilliert werden. Der Mittellauf ist dann verwendbar, der Rest dann leider auch nicht mehr.
übernahmepreise
Die neuen übernahmepreise ab dem 1.10.2016 bis 30.09.2017 wurden wie im Vorjahr festgelegt, da sich an den Rohstoff- und Energiepreisen nichts Wesentliches geändert hat.
Kernobst, Most, Weinhefe, Weintrester 3,4000 € Topinambur 2,6568 € Getreide 3,4000 €

Ablieferungsmengen
Die Ablieferungsmengen und Produktionsmengen sind weiter rückläufig. Es wird keine Einschränkungen bei der Ablieferung aufgrund der Reduzierung der Gesamtmenge geben. Diese Menge wird nicht mehr erreicht. Die persönliche Ablieferungsmenge ist bei jedem Brenner in diesem Betriebsjahr um 50 Liter Alkohol auf 250 Liter Alkohol gekürzt worden. Dies sehen Sie auch in Ihren Brenngenehmigungen. Die letzten 50 Liter müssen Sie versteuern. In dem Rumpfjahr Oktober bis Dezember 2017 sind es noch 75 Liter Alkohol Gesamtmenge. Davon dürfen dann 50 Liter Alkohol abgeliefert werden und 25 Liter Alkohol müssen versteuert werden. Die Termine im Rumpfjahr Oktober bis Dezember für die Ablieferung sind folgende: Letzte Brenngenehmigung zur Ablieferung: 29.November 2017 Letzte Außenabfertigung der DEB Karlsruhe: 16.November 2017 Letzter Ablieferungstag bei Eigenanlieferung DEB Karlsruhe: 30.November 2017 Die DEB Karlsruhe wird im letzten Jahr der Ablieferung Annahmestellen einrichten, die fast durchgehend besetzt sind. Der laufende Abschnitt hat 1.275 Liter Alkohol und endet am 31.12.2017. Wer sich im Abschnitt befindet darf in dieser Zeit 1.200 Liter abliefern und muss 75 Liter Alkohol versteuern. Die Restmengen sehen Sie auch immer in den Brenngenehmigungen.
Brennen von Getreide
Nach dem Auslaufen des Branntweinmonopols und des Ende der Ablieferung gibt es einige Veränderungen ab dem 1.1.2018 (siehe oben). Seit dem 1.10.2016 wurde Getreide in das sogenannte Austauschverfahren aufgenommen. Verschlussbrenner, die auch Getreide brennen, können dann Alkohol von Abfindungsbrennern in das Steuerlager Alkoholsteuerfrei einlagern.
Anmeldung der E-Mail Anschriften
Brenner haben zwei Schreiben der ZAB Stuttgart bekommen und können sich dafür anmelden, dass bei Erteilung der Brenngenehmigung zu der postalischen Zustellung auch eine E-Mail Nachricht an den Brenner gesendet wird. Bitte nehmen Sie daran zahlreich teil, weil wir weiter das Verfahren der Anmeldungen erleichtern möchten. Sie können diese E-Mail Anschriften nur selbst online durchführen und müssen dies bei änderung der E-Mail Adresse auch online ändern. Die ZAB Stuttgart führt nur die Löschung der E-Mail Adresse bei Antrag durch. Mit der Zusendung der E-Mail kann der Brenner dann das Brennverfahren eröffnen, auch wenn die Genehmigung auf dem Postweg verspätet zugestellt wird.
Umatzbesteuerung
Seit Juni dieses Jahres ist eine pauschale Besteuerung bei der Produktion von Obstbränden (siehe Internet: http://www.kleinbrenner-baden.de/brenner/umsatzbesteuerung) nur möglich, wenn es sich um Rohalkohol handelt und der Obstbrand keiner weiteren Verarbeitungsstufe unterzogen wurde (Destillation, Herabsetzen auf Trinkstärke, Filtration). Bei den Ablieferungsbränden an die Bundesmonopolverwaltung handelt es sich unstrittig um Rohalkohol. Bei dem Verkauf des Alkohols an den Großhandel ist es nach wie vor noch nicht geregelt, ob es sich um eine zweite Verarbeitungsstufen handelt, weil die Reinigungsgebühr vom Brenner bezahlt wird und dadurch eine sog. Verarbeitung stattgefunden hat. Dagegen wehren wir uns nach wie vor.
Paketmarken
Nach wie vor bietet der Badische Kleinbrennerverband auch unseren Mitgliedern Paketmarken über einen Rahmenvertrag mit der DHL an. Die Mindestbestellmenge sind 40 Stück. Größere Mengen ab sofort immer in den 40er Schritten bestellen (40, 80, 120 usw.) Das Gewicht geht bis 31,5 kg und bis zu diesem Gewicht kostet ein Paket derzeit 4,65 € + Mehrwertsteuer. Die Marken werden über den Badischen Verband bestellt (später ist auch direkt online möglich), von der DHL geliefert und die Rechnung wird über die DHL bezahlt. Unter www.kleinbrenner-baden.de unter Service sehen Sie die genauen Bedingungen. Dort ist auch ein Bestellschein hinterlegt. Die Rechnung stellt die DHL aus. Aus Vereinfachungsgründen wird in Zukunft die Rechnung für die Marken nur noch über Einzugsermächtigung möglich sein. Dies ist auch notwendig geworden, weil der Verband als Vertragspartner die Mahnungen verspäteter Zahlungen erhalten hat.
Abschnittsmenge Vereinfachtes Lohnbrennen
Wir befinden uns im 4.Jahr des laufenden Abschnitts. Wenn Sie noch ein Restkontingent von 75 Liter Alkohol haben, ist das laufende Jahreskontingent abgebrannt. Wer Vereinfachtes Lohnbrennen als Kontingentsnehmer beantragen will, muss unter 90 Liter Alkohol im Abschnitt oder unter 285 Liter Alkohol im Jahreskontingent sein.

gez. Die Vorstandschaft


Kleinbrennerverband - Lindau
vertreten durch :
Jürgen Spieler ( 1. Vorsitzender )
Oberried 12
88178 - Heimenkirch